Praktikum

Pfarrerin oder Pfarrer zu sein, ist ein faszinierender Beruf: Er ist äusserst vielseitig, bietet grosse persönliche Gestaltungsfreiheit, fordert den ganzen Menschen und ist ständig am Puls der Zeit. Von aussen ist es jedoch gar nicht einfach, sich von diesem Arbeitsfeld eine Vorstellung zu machen.

Mit dem Schnupperpraktikum Kirchliche Arbeit schafft die reformierte Kirche Gelegenheit zum Einblick. Ein Praktikum dauert in der Regel eine bis drei Wochen. Für Gymnasiastinnen und Gymnasiasten bietet sich für das Praktikum das Zeitfenster an, das viele Schulen für Berufspraktika, Sozialwoche oder Wirtschaftswoche zur Verfügung stellen.

 

Schnupperpraktikum

Voraussetzungen

Das Angebot richtet sich an junge Menschen in der Mittelschule und im Studium sowie an Berufsleute, die sich ein Zweitstudium bzw. ein Studium auf dem zweiten Bildungsweg überlegen. In der Regel sollen sie mindestens 18 Jahre alt sein, weil der intensive Kontakt mit menschlichen Verhältnissen und Schicksalen eine gewisse Reife fordert.

Anmeldung

Wer sich für ein Schnupperpraktikum interessiert, wendet sich an die Koordinationsstelle seiner reformierten Kantonalkirchen. Die Koordinationsstelle vermittelt Pfarrerinnen und Pfarrer, die sich für die Begleitung eines Praktikums zur Verfügung stellen. Selbstverständlich können Sie auch eine Pfarrerin, einen Pfarrer vorschlagen, bei dem Sie das Schnupperpraktikum gern absolvieren möchten.

Kantonale Koordinationsstellen für Schnupperpraktika: Kontaktadressen.

Ablauf

Einige Zeit vor dem Schnupperpraktikum treffen Sie sich mit der leitenden Pfarrerin oder dem leitenden Pfarrer zu einem Vorgespräch. Im Vorgespräch steckt man gemeinsam den Rahmen ab: Wo ist die oder der Schnuppernde dabei? Wo kann eventuell ein eigener Beitrag geleistet werden? Wann hat man Zeit, über Erlebtes zu sprechen? Selbstverständlich müssen Vereinbarungen eingehalten werden. Und besonders wichtig: Die Schnuppernden sind dazu verpflichtet, über alle Belange persönlicher Seelsorge Stillschweigen zu bewahren. Sie sind ins Berufsgeheimnis der Pfarrerin oder des Pfarrers eingebunden.

Im Praktikum selbst erhalten Schnuppernde Einblick in die pfarramtliche Tätigkeit, Kinder- und Jugendarbeit, diakonische und soziale Dienste in den Bereichen Freiwilligenarbeit, Alter, Armut, Asyl usw. Das Schnupperpraktikum schliesst immer einen Sonntag, den Tag des Gemeindegottesdienstes, mit ein.

Am Schluss erstellt die/der Praktikant/in einen kurzen schriftlichen Bericht. Er dient dazu, dass zukünftige Schnuppernde indirekt von den Erfahrungen profitieren können.

Praktikumsbericht von Livia Strauss

Bericht aus einer Schnupperwoche: Livia Strauss hat im Oktober 2013 bei Pfarrer Hansruedi Vetsch in Frauenfeld ein Schnupperpraktikum besucht. Ihr Bericht gibt einen kurzweiligen Einblick in diesen vielseitigen Beruf und in eine abwechslungsreiche Schnupperwoche. Zum Bericht

Weitere Praktikumsmöglichkeiten

Wenn Sie vertiefte Einblicke in spezifische kirchliche Arbeitsfelder erhalten möchten, bietet die Kirche Praktikumsplätze an, in denen Sie Jugendarbeit, Entwicklungszusammenarbeit und anderes mehr kennenlernen können. Ein paar Beispiele:

  • Das HEKS (Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen) sucht regelmässig Praktikantinnen und Pratikanten: www.heks.ch
  • Die reformierte Kirche des Kantons St. Gallen vergibt jährlich eine Volontariatsstelle im Bereich der Arbeit mit Jungen Erwachsenen. www.junge-erwachsene.ch
  • Die Fachstelle Jugendarbeit der Baselländer Kirche (faju.ch) bietet einen Praktikumsplatz im Bereich der Jugendarbeit.

Wenn Sie sich für einen Praktikumsplatz interessieren, wenden Sie sich an die Informationsstelle Theologiestudium, Sara Stöcklin. Wir unterstützen Sie dabei, einen passenden Praktikumsplatz zu finden.