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Preisträger des Berner Theologiepreises 2006:
«Hinter den biblischen Mythen zeigt sich eine mythenkritische Rationalität. Sie erklärt die ausserordentliche Stellung der Bibel in der jüdisch-abendländischen Kulturgeschichte.»
Andrea Seiler und Adriano Mannino
Die als "Urgeschichte" bezeichneten ersten elf Kapitel der Bibel von der Schöpfung bis zur Sintflut werden in fundamentalistisch-kreationistischen Kreisen als wörtlich wahre Tatsachenberichte verstanden. Andrea Seiler und Adriano Mannino sind ganz anders an diese Texte heran gegangen: Sie haben sich auf literar- und kulturgeschichtliche Erkenntnisse gestützt. Dabei wurde deutlich, dass in Genesis 1-11 Mythen aus der Vorstellungswelt des Alten Orients vorliegen, denen ein modernes Tatsachendenken nicht gerecht wird. Gleichzeitig fanden die Autoren in den Texten auch eine mythenkritische Rationalität, in welcher sie eine Erklärung für die ausserordentliche Stellung der Bibel in der jüdisch-abendländischen Kulturgeschichte sehen. Zum Schluss erläutern Andrea Seiler und Adriano Mannino, wie ein religiöser Mensch biblische Texte zugleich als Mythen und als persönliche Glaubensgrundlage begreifen kann.
Andrea Seiler und Adriano Mannino:
Die Bibel als Mythos. Untersuchungen zu Genesis 1-11
Lesen [PDF, 108 Seite, 766 kb]
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