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Preisträgerin des Basler Theologiepreises 2007:
Sophia Lengsfeld: "Der Tod im Leben der Maya"

"Der Tod im Leben der Maya" - so lautet das Thema der 2007 in Basel prämierten Maturarbeit von Sophia Lengsfeld. Fasziniert von der Art und Weise, wie der Tod und damit gerade auch das Leben an den "Días de los muertos" gefeiert werden, unternahm die Verfasserin eine Reise nach Mexiko und Guatemala, um der Bedeutung dieser Festtage nachzugehen.
In ihrer Arbeit setzt sie die heutige Praxis in eine Beziehung zu historischen Befunden zur alten Maya-Kultur. Animiert von ihren Beobachtungen der Festlichkeiten, fragt sie, inwiefern die Días de los muertos in der Tradition und in den Vorstellungen der alten Maya begründet sind. Die Autorin verwendet dazu eine Fülle von Quellen: Texte aus den Maya-Codices, Kunstwerke und andere Zeugnisse materieller Kultur sowie ethnologische und religionswissenschaftliche Sekundärliteratur. In einem ausführlichen Kapitel werden Weltbild, Jenseitsvorstellungen, Bestattungsriten und weitere mit dem Tod verbundenen Bereiche der historischen Maya vorgestellt. Anschliessend untersucht die Verfasserin die "Días de los muertos" im heutigen Mexiko und Guatemala, wobei in ihre Studien der Sekundärliteratur eigene Beobachtungen, Bilder und die Ergebnisse der vor Ort geführten Interviews einfliessen. Im Vergleich zwischen Gegenwart und Geschichte wird nach Ansicht der Autorin deutlich, wie stark die "Días de las muertos" in der Religion und Kultur der alten Maya verwurzelt sind. Die damals am Ende des bedeutenden agrarischen Tzotzil-Kalender gefeierten Feste zeigen viele und tiefgehende Gemeinsamkeiten mit den heutigen Feierlichkeiten, die in Mittelamerika denn auch nicht Allerseelen und Allerheiligen genannt werden, sondern allen Toten gewidmet sind, welche in der Vorstellung der alten und der heutigen Maya nach ihrer langen, erfolgreichen Reise durch das gefährliche Totenreich an der Seite der Sonne wiederauferstehen werden. Gemeinsamkeiten zwischen damals und heute zeigen sich auch in der Verwendung einer gemeinsamen Symbolsprache, wie in den Farben Rot und Gelb, in der zentralen Bedeutung des (Lebensbaum-) Kreuzes oder in der Art und Weise, wie die Toten in das fröhliche Feiern der Lebenden mit einbezogen werden. Damit wird verdeutlicht: der Tod gehört zum Leben; die Feiernden freuen sich - wie die Autorin am Ende ihrer Arbeit schreibt - "am Leben, das dank dem Sterben immer wieder von neuem hervorgeht im ewigen Zyklus, der ist und der schon immer war".
Damit wird verdeutlicht: der Tod gehört zum Leben; die Feiernden freuen sich - wie die Autorin am Ende ihrer Arbeit schreibt - "am Leben, das dank dem Sterben immer wieder von neuem hervorgeht im ewigen Zyklus, der ist und der schon immer war".
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