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| "Theologie ist die Wissenschaft, die mich gelehrt hat, das Fremde
als Fremdes wahrzunehmen " |
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| Markus
Huppenbauer, Geschäftsleiter Schweizerische Studienstiftung, geboren
1958, Studium von Philosophie und Theologie in Zürich, Promotion zur
theologischen und philosophischen Mythosrezeption, Habilitation an der
Theologischen Fakultät der Universität Zürich zu Fragen der
Schöpfungsethik. Heute Geschäftsleiter des Universitären
Forschungsschwerpunktes Ethik an der Universität Zürich (www.ethik.unizh.ch/ufsp ). |
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Ich habe
Theologie nie studiert, um Pfarrer zu werden, sondern um zu wissen, was es "mit
Gott und der Welt auf sich hat". Diese wissenschaftliche Neugier hält bis
heute an: Das Thema ist unerschöpflich und ich habe ihm im Verlauf der
Jahre immer wieder neue Facetten abgewinnen können. Zu Beginn meines
Studium standen eher erkenntnistheoretische und ontologische Fragen im
Vordergrund: Welchen Sinn macht es, von Gott zu reden? Existiert Gott? Mit
Abschluss des Studiums und während meiner Promotion haben mich mehr und
mehr Fragen nach den literarischen und ästhetischen Kommunikationsmedien
interessiert, welche im christlichen Glauben eingesetzt werden. In den letzten
Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt meiner Interessen schliesslich zur Frage
nach den ethischen Implikationen des christlichen Glaubens. Mich fasziniert bei
all diesen Fragen, dass man sie heute mit offenen Augen dafür angehen
muss, was in andern Disziplinen, etwa der Philosophie oder den
Naturwissenschaften, aktuell ist. Eine mit sich selbst beschäftigte
Theologie ist uninteressant und unfruchtbar. Darum braucht sie neugierige und
kritische Studierende
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